Divertissementchen von Lajos Wenzel zur Gründung des Kölner Karnevals vor 200 Jahren

FASTELOVEND
ZESAMME!

vom 21.01. bis zum 21.02.2023 in der Kölner Oper im Staatenhaus

Viel zu lange schon dürsten die Kölschen nach Straßenkarneval, Rosenmontagszug und rauschenden Bällen. Manch einer glaubt sogar, den richtigen Fastelovend verlernt zu haben. Nicht so die vier kölschen Freundinnen Änni, Stina, Liss und Jriet. Für sie ist der Fastelovend Lebensmittelpunkt und ihr Herz schwappt über, wenn et Trömmelche jeiht.

Doch warum ist das so? Ganz einfach: Die vier leben seit Generationen in den Jubiläumsgesellschaften „Festkomitee Kölner Karneval“, „Rote Funken“, „Hellige Knäächte un Mägde“ und „Die Große von 1823“. Immer gaben die Mütter die Liebe zu der jeweiligen Gesellschaft weiter. An diese Wurzeln wollen die vier Frauen im Jubiläumsjahr 2023 anknüpfen. Sie gehen auf eine Zeitreise in das Gründungsjahr des ersten Kölschen Karnevals vor genau 200 Jahren.

Hier feiern Änni und Stina mit den Handwerkern als Lappenclowns und Hanswurste wilde Feste. Liss und Jriet treffen sich mit der bürgerlichen Gesellschaft zu vornehmen Bällen. Beide Gruppen eint der Kampf gegen die Preußen, denen jeder Frohsinn ein Dorn im Auge ist. Allen Preußen? Nein! Der preußische Sekretär Otto von Stiesel hat durchaus Freude an dem bunten Treiben. Mit seiner Hilfe wollen die Frauen die wilden Feiern in Bahnen lenken: Liss‘ Freunde sollen als „Festordnendes Komitee“ die Zügel in die Hand nehmen. Jriet, die auch bei den Damen und Herren der hühteren Gesellschaft zuhause ist, wird zur Mutter der „Große von 1823“, während Änni die Stadtsoldaten, im Volksmund „Rote Funken“ genannt, auferstehen lässt und Stina ihre Tanzgruppe „Hellige Knäächte und Mägde“ zum Engagement überredet.

Als die preußischen Spaßverderber mit immer neuen Lärmschutzgutachten, Pferdeverboten und Sicherheitsbedenken jedes karnevalistische Treiben verbieten wollen, lassen die kölschen Frauen ihre „Verbindungen“ spielen. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen lässt sich erweichen, als man ihm verspricht, „demnächst“ eine schöne Reiterstatue für ihn in Köln zu errichten. Jetzt kann der erste Rosenmontagszug stattfinden und der neu erfundene Held Karneval seinen Thron besteigen. Erstmalig feiern das einfache Volk und die gehobenen Stände zusammen und der weltweit einzigartige kölsche Fastelovend ist geboren.

Im Jahr 2023 schenkt die Spielgemeinschaft Cäcilia Wolkenburg den Jubiläumsgesellschaften ein Divertissementchen zu ihren 200. Geburtstagen. Natürlich ist im „Zillche“ nicht alles historisch ganz so exakt, wie die Geschichtsbücher das behaupten. Denn auch wenn 1823 die Teilnahme am ersten Rosenmontagszug nur für die Vermögenden erschwinglich war, so darf das „Zillche“ – seiner Zeit voraus – von einem besseren Miteinander träumen, wo niemand ausgegrenzt wird und in dem die großen Traditionsvereine und das Festkomitee zusammen an einem Fastelovend für alle arbeiten.

Besetzung

Die kölsche Witwe - Divertissementchen 2012 - Großer Chor vor Stadthaus am Neumarkt

Jeder der rund 100 Darsteller, Sänger  und Tänzer ist Teil der Spielgemeinschaft „Cäcilia Wolkenburg“ im Kölner Männer-Gesang-Verein (KMGV). Keine Stimme wird „eingekauft“, kein Schauspieler engagiert, kein professioneller Sänger oder Tänzer gecastet. Jeder, der auf der Bühne singt, tanzt und spielt, tut dies ehrenamtlich.

Die Gesamtleitung hat – ebenfalls im Ehrenamt – der Cäcilia-Ausschuss des Kölner Männer-Gesang-Vereins mit seinem Baas (Kölsch für: Intendant) Jürgen Nimptsch.

Der Cäcilia-Ausschuss des KMGV (von links: Jürgen Nimptsch, Johannes Fromm, Jürgen Vermum, Meinolf Rickert, Karl Gesell, Volker Bader) in einer Szenenbesprechung mit Regisseur Lajos Wenzel (rechts)
Der Cäcilia-Ausschuss des KMGV (von links: Jürgen Nimptsch, Johannes Fromm, Jürgen Vermum, Meinolf Rickert, Karl Gesell, Volker Bader) in einer Szenenbesprechung mit Regisseur Lajos Wenzel (rechts)
Unterstützt wird die Cäcilia Wolkenburg durch die folgenden Profis:
Buch &
Regie
Lajos Wenzel
Musik &
Arrangements
Thomas Guthoff
Bühnenbild Tom Grasshof
Kostüme Judith Peter
Lichtdesign Andreas Grüter
Bühnentechnik Wolfgang Fey
Maske Johanna Nagel
Karin Mariaux
Requisite Bernd Bitter
Isabel Adams
Mitarbeit Kostüme Marette Oppenberg
Ute Hafke
Tonigenieur Thomas Wegner
Regieassistent Benedikt Fiebig
Souffleuse Michaela Meurer
Inspizient Heiko Micheler
Orchester Bergische Symphoniker
Westwood Slickers
Technische Leitung Volker Rhein

Ticketverkauf

Tickets (ab 30 EUR) gibt es bei allen bekannten Kölnticket-Vorverkaufsstellen und hier.

Bis dahin genießen Sie das Divertissementchen 2022 „Napoleon en Kölle“. Die fürs Fernsehen gekürzte Fassung ist bis 26.02.2023 in der ARD Mediathek abrufbar.

Napoleon en Kölle - Divertissementchen 2022 - Gesangsensemble mit Federschmuck